"Ich bin Mitarbeitervertreter, weil..."

NRW-Arbeitsminister Laumann eröffnet  Ausstellung der DiAG-MAV.


Vor über 80 Gästen hat Karl-Josef Laumann, Arbeitsminister des Landes NRW die Ausstellung „Ich bin Mitarbeitervertreter, weil…“ im KönzgenHaus in Haltern eröffnet. Im Zuge der Vorbereitungen zur nächsten MAV-Wahl in einem Jahr ist bei der DiAG-MAV im Bistum Münster die Idee zu dieser Wanderausstellung entstanden: eine Fotoaktion zur Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit als Mitarbeitervertreter, bei der 10 Mitarbeitervertreter und Mitarbeitervertreterinnen in Arbeitskleidung oder mit einem Gegenstand aus ihrem Arbeitsalltag fotografiert werden zusammen mit einer Aussage, warum sie sich engagieren.


Kolleginnen aus der Krankenpflege, der Behindertenarbeit, der Verwaltung, der Jugendhilfe, dem ärztlichen Bereich, der Haustechnik, dem Rettungsdienst, dem pastoralen Dienst und den Kindergärten haben spontan zugesagt, bei dieser Aktion mitzumachen. Die Aussage des Kardiologen Dr. Michael Markant: “Ich bin Mitarbeitervertreter, weil ich mich für die Mitarbeiter einsetzen und den Dienstgeber an seine Pflichten erinnern kann.“ oder die Aussage der Pastoralreferentin Barbara Kockmann: „Ich bin Mitarbeitervertreterin, weil ich so meine Stimme erheben und etwas bewegen kann.“ sowie die Aussage des Haustechnikers Martin Scholz: “Ich bin Mitarbeitervertreter, weil sich einmischen wichtig ist und ich mich für die Rechte meiner Kollegen und Kolleginnen einsetzen möchte.“ zeigen so, wie die Aussagen der anderen Mitarbeitervertreter und Mitarbeitervertreterinnen, dass ihnen allen die Gerechtigkeit und gute Arbeitsbedingungen am Herzen liegen.

Die Fotos der Kollegen und Kolleginnen werden auf großen Roll-UPs als Wanderausstellung  bis zum Mai 2021 durch viele kirchliche und caritative Einrichtungen im Bistum Münster wandern.

Minister Laumann beschrieb in seiner Eröffnungsrede seine Auffassung von MAV-Arbeit: Er ist: „dankbar, dass die Mitarbeitervertretungen dieses Amt ausüben. Mitarbeitervertretung heißt für mich, dass man einerseits die Arbeitsbedingungen mitgestalten kann aber auch andererseits, dass man einen Teil Mitverantwortung übernimmt. Und als MAV Mittler ist zwischen der Geschäftsleitung und den Sorgen und Bedürfnissen der Beschäftigten.“ Für Laumann ist das wichtigste an der Arbeit der MAV, dass man als MAV ein Auge darauf hat, dass diejenigen Kollegen und Kolleginnen, die ihre Meinung nicht so gut vertreten können, in der MAV ein Sprachrohr für ihre Interessen finden. „Zur effektiven Interessenvertretung gehört allerdings auch,“ so Laumann, „dass man in der MAV gut informiert ist und Zeit in Weiterbildung investiert. Und da ist das KönzgenHaus im Rahmen der MAV-Schulungen gut aufgestellt. Zusammen mit der Rechtsberatung durch die KAB sind die MAVen hier gut versorgt“. Für Laumann geht es auch um die Humanisierung der Arbeitswelt. „Der Arbeitsmarkt ist kein Markt wie der, auf dem wir Kartoffeln kaufen. Der Arbeitsplatz hat für mich viel damit zu tun, ob ein menschliches Leben gut gelingt. Und deshalb sollte auch und gerade im kirchlichen Bereich das normale sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis auch in Zukunft erhalten bleiben. Und  befristete Beschäftigung sollte die große begründete Ausnahme bleiben.“ Der Arbeitsminister sieht als große Herausforderung darüber hinaus den Arbeitskräftemangel in den sozialen Berufen. Es gehen jetzt viele Menschen in den Ruhestand, die als Fachkräfte in der Pflege nötig sind. „Und die Arbeitgeber, die gute Konzepte haben, z.B. auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, werden die attraktiven Arbeitgeber der Zukunft sein. Nur der Arbeitgeber, der auf möglichst viele verschiedene Lebensentwürfe eine adäquate Antwort hat, wird in Zukunft gutes Personal finden. Und daraus erwachsen auch Herausforderungen für die Mitarbeitervertreter und Mitarbeitervertreterinnen“, so Laumann
Nach Laumanns Auffassung wird die Digitalisierung der Arbeitswelt ebenfalls eine große Herausforderung sein. Dazu hat Laumann eine klare Meinung: „MAVen müssen sehr deutlich machen, dass man Digitalisierung nicht gegen die Belegschaft einführen kann. Digitalisierung muss mit den Menschen zusammen gedacht werden. Und alle Menschen in einer Einrichtung müssen dabei mitgenommen werden. Und das geht nur, wenn die Geschäftsführungen eng mit den Mitarbeitervertretungen zusammen arbeiten.  Wir müssen auch die älteren Mitarbeiter bei der Digitalisierung mitnehmen. Und da sehe ich gerade für die Mitarbeitervertretungen eine ganz wichtige Aufgabe.“
Sein Schlussresümee: „Für die innerkirchliche Demokratie ist es gut, wenn es gute und starke Mitarbeitervertretungen gibt. Hier kann die Kirche auch ein Mehr an Demokratie vertragen. Das tut dann auch der Gesamtheit der Kirche gut. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitervertretern, die sich für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben und wenn die Ausstellung jetzt durch das gesamte Bistum Münster wandert, zeigen wir damit auch, dass es in Kirche Mitbestimmung gibt.“

Ulrich Richartz

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